Wahrzeichen und Residenz des liechtensteinischen Fürstenhauses hoch über Vaduz, erstmals 1322 urkundlich erwähnt. Seit 1712 im Besitz der Familie Liechtenstein, seit 1938 bewohnt und nicht öffentlich zugänglich.
Das Schloss Vaduz thront hoch über der Hauptstadt Vaduz und ist das bekannteste Wahrzeichen Liechtensteins. Seine Ursprünge reichen möglicherweise bis ins 12. Jahrhundert zurück, die erste urkundliche Erwähnung stammt jedoch aus dem Jahr 1322. Ursprünglich als Festung zur Kontrolle wichtiger Alpenpässe und Handelswege errichtet, gehörte es zunächst den Grafen von Werdenberg-Sargans. Im 16. Jahrhundert brannte die Eidgenossenschaft die Burg während des Schwabenkriegs nieder. 1699 erwarb das österreichische Adelsgeschlecht Liechtenstein die benachbarte Herrschaft Schellenberg, 1712 folgte die Grafschaft Vaduz mitsamt dem Schloss; Kaiser Karl VI. erhob die vereinten Gebiete 1719 zum reichsunmittelbaren Fürstentum Liechtenstein. Nach Jahren des Verfalls durch die Napoleonischen Kriege und wirtschaftliche Not liess Fürst Franz Josef II. das Schloss im frühen 20. Jahrhundert umfassend ausbauen und wieder bewohnbar machen; 1939 bezog er es als dauerhaften Wohnsitz. Seit 1938 ist Schloss Vaduz die ständige Residenz der fürstlichen Familie und daher nicht öffentlich zugänglich.